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06.04.2018 News

Bauauftrag für umweltfreundliche Inselfähre mit Hybridantrieb geht an die Pella Sietas Werft

Die AG Reederei Norden-Frisia vergibt den Neubauauftrag für eine weitere Doppelendfähre an die Hamburger Pella Sietas Werft und setzt damit die Verjüngung ihrer Schiffsflotte fort.

Die AG Reederei Norden-Frisia vergibt den Neubauauftrag für eine weitere Doppelendfähre an die Hamburger Pella Sietas Werft und setzt damit die Verjüngung ihrer Schiffsflotte fort.

„Mit der Entscheidung für Pella Sietas ist es uns gelungen, die Bauwerft zu beauftragen, welche bereits im Jahre 2010 das RoRo-Frachtschiff MS „Frisia VIII“ an uns abgeliefert hat“, erklärt Carl-Ulfert Stegmann, Vorstand der Reederei Norden-Frisia. Der Fährschiffsneubau soll im Mai 2020 an die Reederei übergeben werden. Das Unternehmen schließt mit der dritten Doppelendfähre ihr umfangreiches Neubauprogramm für die Norderney-Flotte ab. Durch das neue Fährschiff verfügt die Reederei dann über drei fast baugleiche Doppelendfähren mit Voith-Schneider-Antrieb. „Im Unterschied zu den beiden Schwesterschiffen wird die neue Fähre aber mit einem Hybridantrieb ausgestattet, d.h. ein Teil der Antriebsleistung wird über Strom aus Batterien zur Verfügung gestellt“, so Stegmann.

Die neue Doppelendfähre wird identische Abmessungen wie der letzte Neubau, die  2015 in Dienst gestellte „Frisia III“ haben. Unter dem Gesichtspunkt eines nachhaltigen Umweltschutzes und des Einsatzes im Weltnaturerbe Wattenmeer wird dieses Fahrgastschiff, wie schon die „Frisia III“ und die „Frisia VIII“ mit modernster Technik zur Emissionsminderung ausgerüstet. „An Bord wird der letzte Stand bei der Antriebs- und Entsorgungstechnik eingebaut. Durch eine Abgasnachbehandlungsanlage und Rußpartikelfilter gelingt es uns, die Emissionen von Stickoxiden um bis zu 90 % und von Feinstaub um bis zu 99 % zu reduzieren. Darüber hinaus kann während der Liegezeiten des Schiffes auch auf die umweltfreundlichere Stromversorgung aus Batterien umgeschaltet und Emissionen komplett vermieden werden“, so Thomas de Vries, Inspektionsleiter der Reederei. Unter anderem aufgrund der Umsetzung dieser Maßnahmen an Bord soll nach der „Frisia VIII“ und „Frisia III“ auch die neue Fähre nach dem Umweltgütesiegel „Blauer Engel für Schiffsdesign“ zertifiziert werden.

In diesem Sinne wird dem Thema Energieeffizienz an Bord größter Stellenwert eingeräumt: neben dem Einsatz des Hybridantriebs auch durch Restwärmenutzung sowie der Verwendung von LED-Beleuchtung an Bord. Die Fahrmotoren des Neubaus werden wie bei den Schwesterschiffen diesel-elektrisch betrieben, jedoch wird ein Dieselgenerator jetzt durch Batterien ersetzt, was zu Kraftstoffeinsparungen und einer Reduzierung der CO2-Emissionen von bis zu 15 % führt.

Für einen Schiffsneubau selbstverständlich ist die Umsetzung der aktuellsten Bau- und Sicherheitsvorschriften für die nationale Fahrgastschifffahrt.

Natallia Dean, Geschäftsführerin von Pella Sietas: „Wir freuen uns sehr über den Auftrag einer so traditionsreichen Reederei wie der AG Norden-Frisia und über das in uns gesetzte Vertrauen. Wir können unter anderem aus dem Bau der ähnlichen Inselfähre MS „Uthlande“ für die Partnerreederei der AG Norden-Frisia, die Wyker Dampfschiffs-Reederei, bereits auf Erfahrungen für die anstehende Entwurfs-, Konstruktions- und Bauphase zurück greifen“.

Über den Auftragswert des Schiffsneubaus wurde zwischen beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die wesentlichen Schiffsdaten:

Flagge:                               Deutsch

Länge ü. alles:                   74,30 m

Breite:                                  13,40 m

Tiefgang max.:                      1,75 m

Tragfähigkeit ca.:                     325 t

Heimathafen:                 Norderney

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