01.09.2014 News

Kiellegung Inselfähre

Wirtschaftsminister Lies Ehrengast bei der Kiellegung für umweltfreundliche Inselfähre der Frisia auf der Cassens-Werft

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies wohnte am 1. September auf dem Gelände der Emder Cassens-Werft der offiziellen Kiellegungszeremonie für das neue Flaggschiff der AG Reederei Norden-Frisia bei. Zusammen mit Werftchef Hermann Kienitz und Reedereivorstand Carl-Ulfert Stegmann sowie Mitarbeitern aus beiden Häusern wurde, wie es alter Brauch ist, eine Glücksmünze auf einen Pallen für die erste Sektion des Schiffsneubaus genagelt.

„Die erste Sektion unseres Neubaus ist fertig gestellt. Wir sind mit den laufenden Arbeiten sehr zufrieden und sehen uns in der Entscheidung bestätigt wiederum die Cassens-Werft als Bauwerft für das Schwesterschiff unserer „Frisia IV“ ausgewählt zu haben“, so Carl-Ulfert Stegmann, Vorstand der Reederei Norden-Frisia.

Hermann Kienitz, Geschäftsführer der Cassens-Werft: „Die Arbeiten liegen im Moment gut im Zeitplan. Bei der Abarbeitung dieses für uns sehr wichtigen Neubauprojektes kommt uns neben unserer langjährigen Erfahrung als Werft- und Reparaturbetrieb auch die bewährt sehr gute Zusammenarbeit mit dem Team der Bauaufsicht der Reederei Norden-Frisia zu Gute. Die vorhandenen Erkenntnisse aus dem Bau des Schwesterschiffs „Frisia IV“ vor rund 10 Jahren bringen uns große Zeitvorteile im Rahmen der Konstruktion aber auch jetzt während der Bauphase, wovon letztlich die Reederei direkt profitiert.“

Die Doppelendfähre soll im Sommer2015 an die Reederei übergeben werden. Das Unternehmen reagiert damit auf den seit einigen Jahren wachsenden Bedarf für Transportkapazitäten im Inselversorgungsverkehr nach Norderney. „Durch die Ausrüstung mit der bewährten Voith-Schneider-Antriebstechnik bekommen wir neben der „Frisia IV“ ein zweites nahezu baugleiches Schiff, das zudem die für das sehr enge und flache Fahrwasser nach Norderney notwendigen Manövriereigenschaften aufweist“, so Stegmann.

Wirtschaftsminister Olaf Lies zeigte sich erfreut, dass das Maritime Cluster in Weser-Ems durch die Auftragsvergabe nach Emden Rückendeckung erhalten habe. Der Minister betonte, wie wichtig der Schiffbau für die Küste sei.

Der Schiffsneubau wird fast identische Abmessungen wie das Schwesterschiff „Frisia IV“ haben. Unter dem Gesichtspunkt eines nachhaltigen Umweltschutzes und des Einsatzes im Weltnaturerbe Wattenmeer wird dieses Fahrgastschiff, wie schon der letzte Neubau der Reederei, die „Frisia VIII“, mit modernster Technik zur Emissionsminderung ausgestattet. „An Bord wird der aktuelle Stand bei der Antriebs- und Entsorgungstechnik eingebaut. Hierdurch leisten wir unseren Beitrag für die gestiegenen Ansprüche an einen umweltverträglichen Schiffsbetrieb im Nationalpark“, so der Technische Inspektor der Reederei, Thomas de Vries. Durch eine Abgasnachbehandlungsanlage und Rußpartikelfilter gelingt es, die Emissionen von Abgasen um bis zu 90 % und von Feinstaub um bis zu 99 % zu reduzieren. Somit werden nahezu gleiche Emissionswerte wie bei einem gasbetriebenen Schiff erreicht.

Des Weiteren wird zum Beispiel in einem der Voith-Schneider-Propeller Bioöl der Güte EG 2-150 in einem Feldtest eingesetzt, um die Umweltverträglichkeit durch biologisch-abbaubare Betriebsstoffe weiter konsequent zu verfolgen. Wie die „Frisia VIII“, die als erstes deutsches Seeschiff den „Blauen Engel für umweltfreundliches Schiffsdesign“ erhielt, so soll auch der Fährschiffsneubau den für den Erhalt des Umweltzeichens zu erfüllenden Kriterien genügen.

Auch dem Thema Energieeffizienz an Bord wird größerer Stellenwert eingeräumt; ihm soll unter anderem durch den Einsatz eines Kombinatorbetriebes bei den Antriebseinheiten, Restwärmenutzung sowie der Verwendung von LED-Beleuchtung Rechnung getragen werden.

Wirtschaftsminister Lies zeigte sich sehr zuversichtlich, dass die Emder Cassens Werft wieder ein hervorragendes Produkt an die Reederei Norden-Frisia abliefern wird. „Gerade die hiesige maritime Wirtschaft lebt von der jahrzehntelangen Erfahrung, dem technischem Know-how und der engen Verzahnung der regionalen Zulieferfirmen“, so Lies.

Wesentlichen Schiffsdaten:
Flagge: Deutsch
Länge ü. alles: 74,30 m
Breite: 13,40 m
Tiefgang max.: 1,75 m
Tragfähigkeit ca.: 325 tdw
Heimathafen: Norderney

Norderney, 1. September 2014

Kontakt: Vorstand Carl-Ulfert Stegmann
Tel.: 04931/987-1111, E-Mail: vorstand@reederei-frisia.de

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