Norden-Frisia nimmt Freiflächen-Photovoltaikanlage in Betrieb

Projekt ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts

Die AG Reederei Norden-Frisia hat nun auf ihrem Gelände an der B72n gegenüber den Inselparker-Parkplätzen eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 608 Kilowatt peak in Betrieb genommen. Auf dem insgesamt 10.000 Quadratmeter großen Areal wurden 1.040 Solarmodule installiert. Der produzierte Strom wird für die Ladung des Elektrokatamarans der Reederei genutzt. Überschüsse stehen für die Beladung von Elektroautos der Urlaubsgäste zur Verfügung, gehen in einen bereits vorhandenen Batteriespeicher oder ins öffentliche Stromnetz.

„Die neue Freiflächenanlage ergänzt unsere bestehenden Photovoltaikkapazitäten wie die 1,6 Megawatt Anlage auf 600 unserer PKW-Einstellplätze oder auf Gebäudedächern in Norddeich, Harlesiel, auf Norderney und auf Juist“, sagt Maraike Pommer, Projektmanagerin bei der Reederei Norden-Frisia.

Im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzepts der AG Reederei Norden-Frisia wurden zudem 242 Ladepunkte für Elektroautos in Norddeich und weitere auf Norderney und in Harlesiel eingerichtet. Seit 2024 fährt der Elektrokatamaran Frisia E-1, das erste rein elektrisch betriebene Seeschiff unter deutscher Flagge, bis zu achtmal täglich CO2 frei zwischen Norddeich und Norderney. Im Rahmen des europäischen Partnerprojekts HYPOBATT arbeitet die Reederei Norden-Frisia an der Entwicklung eines standardisierten Systems für Ladevorgänge bei Schiffsbatterien mit und forscht gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück an den Möglichkeiten des bi-direktionalen Ladens von Elektrofahrzeugen.  

„Wir arbeiten damit an der nachhaltigen Transformation der Schifffahrt und des Inseltourismus und investieren in eine emissionsfreie Zukunft“, sagt Olaf Weddermann, Prokurist der Reederei Norden-Frisia.

„CO₂-Reduktion in der Schifffahrt ist eines der großen Zukunftsthemen der Branche“ sagt Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann. Das gelte ganz besonders auch im empfindlichen Ökosystem des Weltnaturerbes Wattenmeer. „Projekte wie die neue Freiflächenanlage passen damit gut zu unserer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie.“ Ziel sei ein geschlossener Kreislauf aus Energieerzeugung, - speicherung und -verbrauch.